Im diesjährigen Frankfurter Derby am 5. Spieltag der Zweitligasaison konnte sich die Ein-tracht klar gegen den kleinen FSV aus Bornheim mit 4:0 durchsetzen. Ebenso wie die erste Mannschaft in der 2. Liga, findet sich die U23 des FSV auf Tabellenplatz 13 der Regionalliga Süd wieder. Die Blau-Schwarzen erlebten bisher eine abwechslungsreiche Regionalligasaison in der sich keine klaren Serien oder Tendenzen erkennen lassen. Die Zweite der SGE spielt, wie schon in der letzten Regionalligaspielzeit, oben mit und kann mit einem Sieg den vierten Platz erklimmen. In der letzten Saison gab es ein Unentschieden zwischen beiden Teams und einen Sieg für die Zweitvertretung der Eintracht im kleinen Derby. Auf einen echten Heimvorteil können sich die FSV-Amateure nicht berufen, auch die Zweite der Eintracht trägt ihre Heimspiele am Bornheimer Hang aus.
Nachdem der FSV in der ersten Halbzeit in Führung gegangen war, behielt am Ende die kleine Eintracht durch einen Elfmeter und ein Tor kurz vor Ende die Nase vorne. Dadurch bleibt die Eintracht in Lauerstellung zu den Topteams, während der FSV weiter im unteren Tabellenmittelfeld hängen bleibt. Wobei das für den FSV durch die Regionalliga Reform ziemlich egal sein dürfte. Schliesslich müsste es schon mit dem Teufel zugehen wenn die Blau-Schwarzen nicht auch nächstes Jahr in einer Regionalliga spielen würden.
Uğur Albayrak heißt der „Held“ des kleinen Frankfurter Derbys, der den Ball in der 82. Minute nach einem schön quergelegten Pass aus der Nahdistanz zum 2:1 für die Eintracht im FSV-Netz unterbringen konnte. Während der Siegtreffer wohl ein besonderer Moment in der jun-gen Karriere des Eintracht-Stürmers war, der schon beim FSV und der SGE unter Vertrag stand, hatten die beiden weiteren Torschützen des Abends ihre größten Tage schon hinter sich. Daniel Gordon, der den FSV nach einer Ecke verdient mit 1:0 in Front köpfte, spielte schon mit Nationalspieler wie Wörns und Metzelder mit dem BVB in der Bundesliga. Auch der Torschütze zum 1:1 kann auf Bundesligaerfahrung verweisen. Daniyel Cimen spielte mit der Eintracht in der 1. und 2. Liga und ist nun Co-Trainer und Kapitän der jungen Eintracht. Zudem ist er der Elfmeterschütze der SGE-Reserve und erzielte so auch den Ausgleich nach der Halbzeitpause.
Festzuhalten bleibt das dem FSV die erste Halbzeit und der SGE die zweite Halbzeit gehörte. Chancen gab es für beide Teams über die gesamte Spielzeit. Jedoch schien dem FSV in der Schlussviertelstunde des Spiels die Luft auszugehen. Die SGE hingegen kam gut aus der Kabine und machte somit ab der 46. Minute viel Druck aufs FSV-Tor, welcher sich dann am Ende lohnte. Die SGE gewann somit verdient, wenn auch lange nicht so leichtfüßig wie die Profis im Derby vor einigen Wochen.
Lediglich knapp 400 Zuschauer fanden am Dienstagabend den Weg ins Volksbank-Stadion in Bornheim. Beide Fanlager waren auf der Haupttribüne ungefähr in gleicher Anzahl vertreten und beide Fanlager waren nicht gewillt ihre Jugendteams anzupeitschen. Auf Seiten der Eintracht fiel vor allem eine kleine Gruppe stämmiger Männer auf. Mit Hilfe der Mannschaftsaufstellungen für die Presse, wurden die FSV-Spieler und Schiedsrichter regelmäßig auf Grund des vermuteten Berufes ihrer jeweiligen Mutter beleidigt, was nach einigen Minuten einen komödienhaften Charakter besaß. Für den Höhepunkt des Abends sorgte jedoch ein Fan von den teureren Plätzen der nach einem Gerangel der Spieler an der Seitenlinie, für alle weiteren Zuschauer überraschend, über den Zaun sprang und sich hinter der Werbebande aufbaute. Der Fan, der im Wutlauf noch seine Kapuze überzog, wurde jedoch schnurstracks von einem Ordner zurückgewiesen und hatte somit nicht einmal die berühmten fünf Minuten des Ruhms zu verzeichnen. (Bericht von Björn Beyer (boehn1904))

























